Doreen Brodersen

Doreen Brodersen

COO bei ANGEL Last Mile

Nach fast 15 Jahren bei Hermes beschließt Doreen, sich als Freelancerin neuen Projekten zu widmen. Bald verfolgt sie jedoch eine Idee zur eigenen Gründung, die sie dennoch schweren Herzens aufgeben musste. Später heuert sie beim Logistikunternehmen Fiege an und baut ein Unternehmen im Unternehmen auf: ANGEL Last Mile nutzt bestehende Ressourcen für einen nachhaltigeren Versand von Paketen. Die zweifache Mutter verrät uns, warum man diesen Schritt wagen sollte und zeigt auf, was es bedeutet, ein Startup als Spin-Off in einem Unternehmen zu gründen – mit allen Vor- und Nachteilen!

Doreens Schnack, Sparkassen Innovation HUB - 19.03.2019

„Es hilft, unterschiedliche Firmenkulturen kennenzulernen.“

Nach einem Diplomabschluss in „Baltic Management Studies“ und der Abschlussarbeit zu Wireless Entertainment steht Doreen als echte Allrounder vor der Frage , wo sie ihre berufliche Karriere beginnt. Mehr durch Zufall fängt sie in der Logistik an, mit der Idee sich nach ein paar Jahren etwas anderes zu suchen. In den nächsten 15 Jahren legt sie jedoch eine beeindruckende internationale Konzernkarriere hin, bevor sie den Entschluss fasst endgültig zu gehen. Mit Blick auf diese Zeit zurück, hätte sie gerne früher diesen Entschluss gefasst. „Es hilft, unterschiedliche Firmenkulturen kennenzulernene“, erzählt Doreen, „auch um sich der eigenen Stärken schneller bewusst zu werden.“ 

„Freunde und Familie sind das Wichtigste!“

Über Umwege findet Doreen schließlich eine neue Herausforderung im Startup Angels Last Mile: Wie können existierende Infrastrukturen verwendet werden, um eine ressourcenschonender Paketzustellen zu ermöglichen? Die Aufgabe sei tagesfüllend, beschreibt Doreen ihren derzeitigen Workload. Gerade deswegen sei, es enorm wichtig ein Umfeld aus Familie und Freunden zu haben, auf die man sich stützen könne. Für die verheiratete Mutter von zwei Kindern sei das ein zentraler Faktor für ihre bisherigen Erfolge.

Konzern und Startup: Doreen erzählt von ihren Erlebnisse in beiden Welten. 

„Geht auf Meetups, tauscht Euch aus und besprecht mit anderen Eure Ideen, Visionen und Pläne.“

Auf die Zeit zwischen Konzern und Startup schaut Doreen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. So sei sie oft Nachts aufgestanden und habe Geschäftsmodelle für neue Ideen heruntergeschrieben, aus Sorge die Details zu vergessen. Bis sie an einen Punkt gekommen sei, an mit anderen Menschen ihre Ideen reflektieren wollte, so Doreen. Geholfen haben Gründerveranstaltungen und Meetups. „Habt keine Angst, sondern traut euch über dort mit anderen über Eure Ideen, Visionen und Pläne zu sprechen. Oft stecken die Leute dort in ähnlichen Situationen.“ 

Eierlikör und Einstellung: Mach‘ Dein Ding, egal was die anderen sagen.